Was ist denn jetzt eigentlich so eine Cloud?

December 2016 · 3 minute read
Viele Unternehmen, vor allem Enterprises, betreiben heute eine, oder mehr, mehr oder weniger große Serverfarm/en. Das sind viele physikalische Server, aber noch viel mehr virtuelle Maschinen, die mehr oder weniger manuell installiert, ausgerollt und genutzt werden.

Gerade in Deutschland ist der Begriff ‘Cloud’ leicht verbrannt. Verstehen doch viele etwas anderes unter der Cloud, gehen die Meinungen über den eigenen Nutzen stark auseinander.
Für den einen ist eine Cloud eine von einem SDN Controller (VMware NSX, Nuage, Openstack) gesteuerte Netzwerk Topologie. Für den anderen ist es eine mit viel Scriptingaufwand verbundene Frickel-Angelegenheit.

Ziel für mittlerweile alle Unternehmen ist es jedoch, die Infrastruktur bis zu einem bestimmten Grad, oder gar voll, zu automatisieren. Cloud-like, wie die Googles und Facebooks dieser Welt. Aus den dort genutzten Technologien können Sie profitieren!
Zum Beispiel können sich vorhandene Serverfarmen leicht durch SDN Controller, Scripting und starken APIs und anderen Methoden zum gewünschten Grad automatisieren lassen. Man richtet sich seine Cloud nach eigenen Bedürfnissen und Ermessen ein.

Unter einer Cloud möchten auch moderne Funktionen zu finden sein, wie Realtime-Telemetrie, oder Möglichkeiten von einfachen APIs, reichhaltige und sinnvollen Informationen und anderen praktischen Werkzeugen.
Herkömmliche Netzwerk Komponenten bringen durch geschlossene Betriebssysteme nur eingeschränkte Werkzeuge mit und bieten wenig bis keine Infrastruktur Integration. Manche Geräte sind so sehr eingeschränkt, dass es sogar für eigene Kundensoftware schwer bis unmöglich ist, ‘Anschluss’ zu finden.

Aktuelle Systeme liefern auch nur wenig an Telemetrie, erschweren dadurch die Fehlersuche, bringen das Risiko von Downtime und verbrauchen Wartungsfenster durch nicht ausfallfreie Updates. Aber der Markt ist im Wandel.

Wichtig für Kunden ist die richtige RZ Strategie zu ermitteln. Auch die externe Cloud bekommt immer mehr an Bedeutung und sollte in die RZ Strategie mit einbezogen werden.
Um einen ausfallfreien Betrieb zu gewährleisten und die Risiken zu minimieren, ist höchste Qualität von Produkten und Prozessen von großer Wichtigkeit und man möchte sich überlegen, ob man auf proprietäre Hersteller, oder auf eine Merchant Silicon Strategie mit offenen Standards und offenen Protokollen setzt.

Die Fortschritte von Merchant Silicon gehen heute schon bis in den Router Bereich und man bekommt heute schon Switche für Router Anwendungsszenarien wie Internet- und Peering Edge, zum Preis von einem Switch.
Man ist vielleicht noch eingeschränkt in der Auswahl der Protokolle, dafür bekommt man mehr Ports, mehr Flexibilität, mehr Bandbreite und Infrastruktur Integration, bei zugleich geringerer Stromaufnahme und schnellerem Learning.

Für mich ist die Cloud eine voll automatisierte Infrastruktur, die auf Zuruf tut was man von ihr möchte. Nämlich einfach, schnell und kostengünstig Ressourcen zur Verfügung stellen, oder Aufgaben zu erledigen.
Auszuwählen basierend auf den folgenden Annahmen:

Einfachheit im Betrieb

Konfigurierbarkeit

Leistung

Zuverlässigkeit und Sicherheit

TAC Support

‘Frickeln’ ist für mich, wenn wenige, begrenzte Mittel zur Fehlersuche und Behebung zur Verfügung stehen. Auf Systemen, die ihre Umgebung nicht genau kennen und nur umständlich zu steuern sind, ist man im Blindflug unterwegs und lieber frickel ich mir eine voll automatisierte Umgebung zusammen, als mich ewig post-aktiv und halb blind in umständlichen Architekturen aufzuhalten.