Das Logo auf der Jacke

March 2019 · 3 minute read
Das Jahr 2018 zeigte sich durchaus als eine Art Drama. Geprägt von Sicherheitslücken in Software und Hardware, vermeintliche Hintertüren in allerlei Gerätschaften, zu hinterfragende Regierende, die sich erst streiten und dann auf wundersame Weise versöhnt sind, böse Vermutungen gegenüber ausländischen Konzernen und allerlei anderes Gedöns.

Da fällt mir ein, ich hatte mal einen Bekannten, der hatte als Mailadresse ‘diesicherlichlaengstemailadressederwelt@alleswasdieweltnichtbraucht.de’ (nicht mehr in Betrieb). Und wisst Ihr was? Da gibt’s so einiges von letzten jahr, das dorthin gehört.

Heute sollen ja mit der Urheberrechtsreform die Ansprüche des Urheberrechts an die heutige Zeit angepasst werden. Mit Nebelkerzen, wie Heise schreibt. Man spricht davon, sogenannte Upload Filter zu installieren und das zügig nach dem Drama ‘nachhaltige Datenspeicherung’ und den verschiedenen Auslässen an bekannten Internetknotenpunkten. Man kann solcherarts anderorts auch Zensur und Spionage nennen. Vielleicht gibt es deswegen einen neuen Link auf meinem Blog, den zu Lesen man nicht missen sollte. Eine wahnwitzige Idee. Aber liebe Leser, geht es nicht immer nur um’s Geld? Wer zahlt dabei eigentlich drauf?

Wir leben ja in einer Epoche, wo Automatisierung eine wesentliche Rolle in unserem Leben spielt. Sei es in der Industrie, wo Umgebungen stabiler laufen, wenn diese zumindest teilweise automatisiert werden. Aber auch im Privatleben, wo einer nebst fernbedienbarem Skateboard auch seine Toilette per Smartphone steuern kann. Für viele bedeutet es wieder zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und zu wachsen, denn der Markt bewegt sich. Neue Anforderungen entstehen, neue Services entwickeln sich und damit gibt es auch neue Herausforderungen, um die zu meistern oft fachmännische Unterstützung benötigt wird.

Ich persönlich liebe die Zeit, in der wir leben. Es ist für jeden von uns in der Tat das ‘goldene Zeitalter’, denn es ist hier und jetzt, das Real Life. Vor etwa 10 Jahren hat ein Mensch im Real Life pro Jahr etwa 300.000 ‘Werbeeinblendungen’ ins Gesicht gewischt bekommen. Oft ganz unbewusst wahrgenommen, als Logos auf Hemden, Jacken und allerlei anderen Produkten und Gerätschaften, oder als richtige Watschn auf Riesenplakaten und wenn in der Fernsehpause die Werbung mit erhöhter Lautstärke den gesunden Fernsehschlaf unterbricht. Fürs Jahr 2018 habe ich keine Statistik gefunden, allerdings eine Crowdfunding Idee, von der ich meine, dass sie dem einen und anderen Menschen durchaus sinnvoll und zugleich nützlich erscheinen mag. Die IRL Brille, mit der man das Leben so wahrnimmt, wie es ist, weil dank moderner Glasstruktur sämtliche Bildschirmanzeigen ausgeblendet werden. Der Kasten bleibt einfach schwarz. Ist das nicht mal eine gute Idee?